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Hirschaider Pfarrkirche "St. Vitus"

Hirschaid gehörte im hohen Mittelalter kirchlich zunachst zur karolingischen Urpfarrei in Buttenheim. Im Herbst 1079 stellt König Heinrich IV.. in Hirzheide eine Urkunde aus, damit ist der Ortsname erstmals schriftlich festgehalten. 1181 erhält das Bamberger Zisterzienserinnenkloster St. Theodor hier Grundbesitz. Bereits vor der gotischen Kirche gab es an gleicher Stelle ein Gotteshaus mit einem Friedhof. 1410 wurde die Kirche zur Kirchenburg befestigt, 14 Häuser errichtete man daraufhin auf bzw.. Unmittelbar an der Mauer. Eine eigene Pfarrei St. Vitus wurde am 9.9.1420 rechtswirksam.

In den Jahren 1725-28 entstand die eine neue große Kirche als Saalbau mit schlichten, ungegliederten Fassaden. Und rundbogigen Fenstern, Deren dreiseitig geschlossener Chor nach Süden zeigt. (Baumeister: Heinrich und Johann Schmitt)

Die 1934 erfolgte Verlängerung des Kirchenraumes um 9 Meter nach Norden durch Toni Schenk (1904-92), merkt man der Kirche kaum ein, Zumal das barocke Portal mit gesprengtem Giebel wieder in die Nordfassade eingesetzt wurde. Der mittelalterliche Chorturm blieb erhalten und ist durch eine Türe mit dem Langhaus verbunden.

Den von vier großen Rundbogenfenstern belichteten Chor füllt der barocke Hochaltar aus. Seinen Aufbau mit gefächerten Säulenstellungen und durchbrochenem Auszug SchuF um 1728 der Kunsttischler Georg Balthasar Kraus aus Strullendorf. Das Altargemälde in breitem, geschnitztem Rahmen zeigt die Verherrlichung des Kirchenpatrons, des hl. Vitus. Die seltene Darstellung Dürfte der Bamberger Maler Johann Joseph Scheubel d. Ä. (1686-1769) geschaffen haben. Hochaltar und Seitenaltäre waren Ursprünglich im Stil ihrer Zeit in dunkler Holzfarbigkeit als Imitat edler Wurzelfuniere maseriert und mit vergoldeten Schnitzereien dekoriert. Seit 1878 sind sie marmoriert.

Einen bemerkenswerten Schmuck der Hirschaider Kirche stellt die üppige, symmetrisch angelegte Stuckdecke von 1728 dar. Sie ist in viele, teils bemalte, teils stuckierte Bildfelder gegliedert und im Stil des Bandelwerks mit Akanthusranken, Glitterwerk, Weihrauchgefäßen und Puten verziert. Geschaffen wurde sie von der Berühmten Bamberger Stuckateurfamilie des Johann Jakob Vogel Und seiner Söhne.

Zur barocken Ausstattung der Kirche gehört die 1728 gebaute Kanzel von Kunstschreiner Kraus. Um die Brüstung herum stehen kleine Figuren der Evangelisten.Die Stationen des Kreuzweges wurden 1757 von Anton Dannbacher gemalt, ein lebensgroßes Plastisches Kruzifix (Mitte 18. Jh.) Mit zwei weinenden Putti bildet an der Westwand die 12. Station.

Die zweimanualige Orgel, Ein Neubau aus der ORGELMANUFACTUR Hans-Georg Vleugels (Hardheim) wurde im Jahre 1995 eingebaut. Sie ersetzt die in den 50er Jahren teilweise aus Gebrauchtteilen erstellte elektropneumatische Dietmann-Orgel (Lichtenfels).

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 Weitere Bilder und Ansichten in der Bildergalerie

Textauszüge mit frdl.. Genehmigung des Verlages Schnell & Steiner GmbH, Regensburg ISBN 3-7954-4688-0
Glöckenläuten von St. Vitus mit frdl. Genehmigung
des Bayerischen Rundfunks (BR), München.

Text & Bilder: Hermann Popp, Hirschaid © 2007

Südfenster über dem Hochaltar: Lichtimpressionen
Südfenster über dem Hochaltar: Lichtimpressionen

 

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-Kirchenansicht vom Rathausplatz
Kirchenansicht vom Rathausplatz

St. Vitus - Kirchenraum mit Chor
Kirchenschiff mit Chor-und Altarraum

St. Vitus: Kirchenraum mit Orgel
Kirchenraum mit Vleugels-Orgel

 

St. Vitus - Nordansicht
St. Vitus - Nordansicht

 

 

 

 

Link:     Die Glocken von St. Vitus:
Historisches Tondokument zum Anhören aus dem "Zwölfuhrläuten" von Radio Bayern-1

      Eine historische Aufnahme des
         Geläutes um das Jahr 1954 

 

 Die größte der Vitusglocken: Die KREUZGLOCKE mit 900 kg1949 nach dem Krieg wieder zum Geläut ergänzt;schlägt auch die Stunden der Turmuhr